Mit einem eindrucksvollen Ergebnis ist Martha Schultz am 17. April zur neuen Präsidentin des Österreichischen Wirtschaftsbundes gewählt worden. Bei der Generalversammlung am Freitag erhielt die Tiroler Unternehmerin 99,4 Prozent der Stimmen – 169 von 170 Delegierten sprachen ihr das Vertrauen aus. Ihr zu Seite stehen die beiden Vizepräsident:innen Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und der Burgenländische Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth. Die eindeutige Wahl unterstreicht den breiten Rückhalt für Schultz innerhalb der Organisation.
Auch Vorarlberg war bei der Generalversammlung stark vertreten. Angeführt wurde die Delegation von Wirtschaftslandesrat und Wirtschaftsbund-Landesobmann Marco Tittler sowie Wirtschaftskammer-Präsident Karlheinz Kopf.
In ihrer ersten Rede als Präsidentin skizzierte Schultz eine klare wirtschaftspolitische Linie. Ziel sei ein starker Wirtschaftsbund, der seine Stimme in Partei, Regierung und Parlament noch deutlicher einbringt. „Wir wollen sichtbarer und hörbarer werden und mit Weitblick die notwendigen Schritte für den Erhalt unseres Wirtschaftsstandorts einfordern“, betonte Schultz.
Im Zentrum ihrer Agenda werden spürbare Entlastungen für die Betriebe stehen. Schultz forderte weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, wettbewerbsfähige Energiepreise sowie eine Senkung der Lohnnebenkosten. Gleichzeitig brauche es stärkere Anreize für Investitionen, Innovation und Unternehmertum. Besonders hob sie die Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen hervor: „Sie sind das Rückgrat unseres Standorts und brauchen verlässliche Rahmenbedingungen sowie echte Planungssicherheit.“
Unterstützung kommt auch aus Vorarlberg. Marco Tittler bezeichnete Schultz als „herausragende Unternehmerin“, die die Herausforderungen der Betriebe aus eigener Erfahrung kenne. Karlheinz Kopf sprach von einer „stabilen Führung“, die es gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauche.
Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer nutzte die Generalversammlung, um die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der Bundesregierung zu skizzieren. Er verwies auf laufende Reformen wie die Aktivpension, steuerliche Entlastungen für Betriebe sowie die geplante Strommarktreform. Für das kommende Budget kündigte er weitere Maßnahmen zur Senkung der Lohnnebenkosten, zum Bürokratieabbau und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts an.
Mit der Wahl von Martha Schultz setzt der Wirtschaftsbund ein klares Signal für Kontinuität und Erneuerung zugleich. Ziel bleibt es, den Standort Österreich nachhaltig zu stärken, Betriebe zu entlasten und damit Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftschancen langfristig zu sichern.