Im Rahmen der Regionenwoche waren Landesrat Marco Tittler und Direktor Christoph Thoma bei der Dr. Petrasch GmbH in Dornbirn zu Gast. Ein Kleinbetrieb, der zeigt, was Wertschöpfungstiefe für einen Standort bedeutet.
Ein Klassiker, neu gedacht
Anthozym ist seit 50 Jahren das Aushängeschild des Hauses. Jetzt hat Petrasch den Klassiker in drei neuen Rezepturen weiterentwickelt: Sport, Immune und Iron. Entwickelt und hergestellt wird in Dornbirn, geprüft im eigenen Labor.
Am Standort arbeiten acht Menschen, verteilt auf Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Verkauf. Viele sind seit Jahren im Betrieb. Das Unternehmen beschreibt sie selbst als Universalisten. Anders, so die Erklärung, könne ein Kleinbetrieb ein so breites Spektrum an Produkten und Prozessen gar nicht abdecken.
Unabhängigkeit ist eine Entscheidung
Die Dr. Petrasch GmbH hält einen großen Teil der Wertschöpfung bewusst im eigenen Haus. Das ist kein Zufall, sondern Strategie. Wer selbst entwickelt, produziert und prüft, ist weniger abhängig von Zulieferern und behält die Qualität in der eigenen Hand.
In Zeiten fragiler Lieferketten wird viel über Resilienz geredet. Betriebe wie Petrasch leben sie seit Jahrzehnten vor. Kleine und mittlere Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe sind ein stilles Rückgrat unseres Standorts. Damit sie das bleiben können, brauchen sie Rahmenbedingungen, die nicht für Konzerne gebaut sind. Jede neue Berichtspflicht, jedes zusätzliche Formular trifft ein Team von acht Personen ungleich härter als eine Konzernabteilung. Gerade in der Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsbranche ist die Regulierungsdichte hoch.
Unser Dank gilt dem gesamten Team der Dr. Petrasch GmbH für die offenen Einblicke und das ehrliche Gespräch.
Fotos: Dietmar Mathis