© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg/iStock

Billig-Strom-Gesetz: Die größte Strommarktreform der letzten 20 Jahre

Als treibende Kraft hinter der größten Strommarktreform der letzten 20 Jahre unterstützt der Wirtschaftsbund das neue Billig-Strom-Gesetz, das für Haushalte und Unternehmen eine deutliche Entlastung bringen wird.

Preis-Runter-Garantie für sinkende Strompreise

Ein zentrales Element des Gesetzes ist die „Preis-Runter-Garantie“. Diese verpflichtet Energieversorger dazu, sinkende Strom-Einkaufspreise innerhalb von sechs Monaten an alle Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Dadurch sinken die Stromrechnungen automatisch mit den günstigeren Großhandelspreisen, was die Stromversorgung wieder leistbar macht.

Netzkostenbremse und Sozialtarif

Um die Netzkostenentwicklung zu dämpfen, setzt das Gesetz eine Netzkostenbremse ein, die von 2027 bis 2029 rund 450 Millionen Euro Rücklagen mobilisiert, um steigende Netzentgelte abzufedern. Zusätzlich wird ein neuer Sozialtarif eingeführt: Haushalte mit niedrigem Einkommen zahlen nur 6 Cent pro Kilowattstunde bis zu einem Jahresverbrauch von 2.900 kWh, was eine Einsparung von rund 300 Euro jährlich bedeutet.

Dynamische Tarife fördern Flexibilität und Fairness

Das Gesetz verpflichtet Versorger, dynamische Stromtarife anzubieten, die flexibles und netzdienliches Verbrauchsverhalten belohnen. Verbraucher können so günstigere Stromphasen besser nutzen, beispielsweise nachts oder bei hohem Anteil erneuerbarer Energie im Netz. Dies unterstützt die Stabilität und Effizienz des Stromsystems.

Versorgungssicherheit durch Anreize für netzdienliches Verhalten

Erstmals werden Verbraucher und Betriebe für ihr netzdienliches Verhalten belohnt, was hilft, die Netze zu entlasten und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. So trägt die Reform wesentlich dazu bei, Stromausfälle und Engpässe zu vermeiden.

Mit dem „Billig-Strom-Gesetz“ hat Österreich einen wichtigen Schritt zu einer faireren, transparenteren und sozial ausgewogenen Stromversorgung gemacht. Familien und Unternehmen profitieren von niedrigeren Rechnungen und mehr Flexibilität, während gleichzeitig die Versorgungssicherheit gestärkt wird.

Der Wirtschaftsbund hat sich von Anfang an für diese Reform stark gemacht und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Energiepolitik im Interesse von Wirtschaft und Bevölkerung gestaltet wird.

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