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Kürzung von Sozialleistungen für Teilzeitarbeit steht nicht zur Debatte

Es geht bei der aktuellen Diskussion viel mehr um treffsichere Maßnahmen, welche in der Reform-Arbeitsgruppe des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums erarbeitet werden.

Der Wirtschaftsbund tritt dafür ein, dass natürlich Vollzeitarbeit wieder attraktiver gestaltet werden muss, damit die Menschen am Ende der Berufstätigkeit eine höhere Pension bekommen und nicht in die Altersarmut abdriften. Dazu müssen sich Expert:innen im Detail anschauen, wie Eltern beispielsweise in Teilzeit bessergestellt werden als jene, die einfach mehr Freizeit haben wollen. Zudem soll eine Erhöhung der Erwerbsleistung durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und durch qualitative Kinderbetreuung und attraktive Arbeitsbedingungen. Vorarlberg ist dabei bereits auf sehr gutem Weg, da hier die Hausaufgaben mit dem neuen Kinder- Bildungs- und Betreuungsgesetz bereits erledigt sind.

„Vorarlberg hat dabei seine Hausaufgaben mit dem neuen Kinder- Bildungs- und Betreuungsgesetz bereits erledigt.“

Marco Tittler, Wirtschaftslandesrat und Wirtschaftsbund-Landesobmann

Aus unserer Sicht sollen weitere aktuelle Herausforderungen in der Reform-Arbeitsgruppe behandelt werden:

Erleichterung für ältere Arbeitnehmer:innen: Angesichts der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt ist es wichtig, alle Potenziale bestmöglich auszuschöpfen. Gerade ältere Zielgruppen könnten unter verbesserten Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt gewonnen werden.

Leistung muss sich lohnen – Mehrleistungen entlasten: Seit 2019 hat die Anzahl der geleisteten Überstunden stark abgenommen. Grund ist unter anderem, dass das Leisten von Überstunden finanziell nicht attraktiv ist. Die bestehende Steuerbegünstigung ist auszuweiten, um die Wirtschaft zu unterstützen und den Mitarbeiter:innen mehr finanziellen Anreiz und entsprechende Anerkennung für ihre Mehrleistung zu bieten.

Qualifizierte Zuwanderung: Die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften soll weiter erleichtert werden. Vorarlberg zählt zu den attraktivsten Regionen Europas, entsprechend könnten unsere Unternehmen von erleichterten internationalen Rekrutierungsmöglichkeiten profitieren.

Die Zukunft der Arbeit wird vom technischen Fortschritt, der Globalisierung, dem demographischen Wandel und institutionellen Veränderungen geprägt. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für eine vielfältige Arbeitswelt, die sich in den einzelnen Branchen unterscheidet. Darauf gilt es mit optimierten Rahmenbedingungen zu reagieren.

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