Kammerumlage soll auch in Vorarlberg reduziert werden

11. Sep. 2023 | Allgemein

© Foto: D. Mauche

Kammerumlage soll auch in Vorarlberg reduziert werden

11. Sep. 2023 | Allgemein

Wirtschaftsbund Vorarlberg will deutliche Senkung.

Der vom Wirtschaftsbund Vorarlberg nominierte Wirtschaftskammer-Präsident Wilfried Hopfner will die Kammerumlage für die Vorarlberger Unternehmen ebenfalls reduzieren. „Ich gehe davon aus, dass wir als Fraktionsgemeinschaft ‚Vorarlberger Wirtschaft‘ und im Schulterschluss mit den kleinen Fraktionen in der Wirtschaftskammer einen gemeinsamen Weg gehen werden“, kündigt Präsident Hopfner an, der damit auch den Weg des Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftskammer, Harald Mahrer, unterstützt.

Der Vorarlberger Wirtschaftskammer-Präsident reagiert mit seiner Ankündigung auf den Umstand, dass die Gebühren auf allen Ebenen durch die hohe Inflation steigen. „Wir können als Wirtschaftskammer mit diesem Schritt einen wichtigen Beitrag zur Standortentwicklung leisten, denn wir haben in den letzten Jahren mit strukturellen Effizienzsteigerungen finanzielle Spielräume geschaffen. Wir profitieren zudem als Wirtschaftskammer von der hohen Inflation, und das müssen wir den Unternehmen zurückgeben“, ergänzt Hopfner, der damit gemeinsam mit Wirtschaftsbund-Landesobmann und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler auf die herausfordernde Situation für das Unternehmer:innentum reagiert. „Wir wollen die Vorarlberger Unternehmen mit einer Reduktion der Kammerumlage 2 mit 8% entlasten, was rund 1,2 Mio. Euro entspricht“, gibt Hopfner die Richtung vor. Dieser Vorschlag soll in den Gremien der Wirtschaftskammer besprochen werden. Ergänzend dazu will Hopfner in den Gremien auch das „Haus der Wirtschaft“, die bauliche Erweiterung des WIFI-Standortes Hohenems sowie Impulse für die Fachkräftegewinnung und die Bildungslandschaft konkretisieren. 

Harald Mahrer eindeutig als Wirtschaftsbund-Obmann bestätigt
Harald Mahrer wurde in der Generalversammlung des Österreichischen Wirtschaftsbundes am vergangenen Freitag mit 99,3 Prozent erneut zum Präsidenten gewählt. In der Aula der Wissenschaften in Wien versammelten sich knapp 200 Delegierte sowie Gäste zur Wiederwahl des Teams – darunter Bundeskanzler Karl Nehammer und Finanzminister Magnus Brunner. Vorarlberg war mit Wirtschaftskammerpräsident Hopfner, seiner Stellvertreterin Petra Kreuzer, Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, Wirtschaftsbund-Direktor und Landtagsabgeordnetem Christoph Thoma, den Abgeordneten Thomas Winsauer und Patrick Wiedl sowie Bundesrätin Christine Schwarz-Fuchs vertreten. 

„Harald Mahrer ist eine Persönlichkeit mit exzellentem Fachwissen, Durchsetzungskraft und langjähriger Erfahrung in der politischen Interessenvertretung. Er steht wie kaum jemand sonst für eine zukunfts- und lösungsorientierte Standortpolitik, welche die Herausforderungen der modernen Wirtschaftswelt versteht.

Wilfried Hopfner, Wirtschaftskammer-Präsident Vorarlberg

Entlastung auf Bundesebene von 35 Mio Euro: Ein Impuls des Österreichischen Wirtschaftsbundes
In seiner Rede am vergangenen Donnerstag in Wien unterstrich Harald Mahrer die Leistungen des Österreichischen Wirtschaftsbundes: „Meine Wiederwahl nehme ich mit großer Leidenschaft und Motivation an. Ich freue mich darauf, mit dem gesamten Präsidium die Zukunft für Österreichs Wirtschaft weiter zu gestalten. Es gibt viel zu tun und eine Reihe von Herausforderungen zu lösen. Denn gerade in Krisenzeiten ist es unsere Pflicht, mit Weitsicht und Mut für die Unternehmer:innen dieses Landes voranzugehen. Gemeinsam mit meinem Team werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, die Wettbewerbsfähigkeit und Qualität des Wirtschaftsstandortes zu erhalten. Denn ich bin überzeugt, dass der Österreichische Wirtschaftsbund mit all seinen Vertretern in Bund, Ländern und Gemeinden die richtigen Visionen und Lösungen für Österreichs Wirtschaft hat“, so der wiedergewählte Präsident des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Harald Mahrer, der auf Bundesebene die Kammerumlage um 12% reduzieren und damit eine Entlastung von 35 Mio. Euro für die Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen will. 

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