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Für Wettbewerbsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Standortsicherheit

Die wirtschaftliche Situation Österreichs fordert uns heraus wie nie zuvor. Als verlässliche Kraft für Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und -nehmer müssen wir klare Signale setzen: Das Land braucht dringend ein Comeback von Leistung, Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während wir im Jahr 2019 noch auf Platz 19 im internationalen Wettbewerbsranking lagen, sind wir mittlerweile auf Rang 26 abgerutscht. Unsere Lohnstückkosten sind im Vergleich zu Nachbarländern dramatisch gestiegen – von 2021 bis 2024 um 30,2 Prozent, während Deutschland nur 14,3 Prozent verzeichnet.

Diese Entwicklungen zwingen uns zum Handeln. Es braucht jetzt unmissverständlich steuerfreie Überstunden, Leistungsanreize, Senkung der Lohnnebenkosten und eine drastische Reduzierung bürokratischer Hürden. Keine neuen Steuern, sondern Anreize für Leistung – das ist und bleibt unser Credo. Und das war es auch in den letzten 3 Monaten, während der Regierungsverhandlungen mit der SPÖ und den NEOS. Wir haben diese Positionen kompromisslos vertreten.

Jetzt gilt es mehr denn je, konstruktive Lösungen für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik zu suchen. Dabei ist uns klar: Es geht um mehr als Parteipolitik – es geht um die Zukunft unseres Standorts. Unsere Kernforderungen bleiben unverändert:

  • Wir wollen eine Chancenregion sein, in der sich Leistung wieder lohnt, Unternehmen wachsen können und qualifizierte Arbeitskräfte willkommen sind.
  • Die Rot-Weiß-Rot-Karte und ein kontrollierter Arbeitsmarktzugang sind dabei wichtige Instrumente.
  • Gleichzeitig bekennen wir uns klar zum europäischen Binnenmarkt und internationalen Handel. Protektionismus wäre der falsche Weg, unsere Unternehmen brauchen offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen.

Daher setzen wir uns als Wirtschaftsbund nachdrücklich dafür ein, dass österreichische Unternehmen ihre Chancen in Europa und auf dem Weltmarkt noch besser nutzen können. Unsere Betriebe haben Kunden weltweit viel zu bieten, und wir müssen diese Stärke weiter ausbauen. Die Zahlen sprechen für sich: Allein das Handelsvolumen mit Deutschland betrug 2023 beeindruckende 123,1 Milliarden Euro. Eine Abschottung wäre der falsche Weg und würde unserem Land massive Wohlstandsverluste bescheren.

Stattdessen brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Europäischen Union und zum globalen Welthandel – eine Position, die wir auch von unseren politischen Partnern erwarten. Nur durch offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen können wir Österreichs und Vorarlbergs Position als wichtigen Handelspartner und Investor, besonders in Mittel- und Osteuropa, weiter stärken.

Die Herausforderungen sind groß, doch mit Entschlossenheit, klaren Zielen und unternehmerischen Gespür können wir Österreich und Vorarlberg wieder auf Erfolgskurs bringen. Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen, auch mit Blick auf die Wirtschaftskammerwahlen im März.

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