© Foto: Kleinwalsertaler Bergbahnen AG

Erlaubt den Leistungswilligen mehr zu leisten.

Andreas Gapp, Vorstand der Walser Raiffeisen Holding und Fachgruppenobmann der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Vorarlberg zum Thema Fachkräftemangel und 32 Stunden Woche.

In der Wirtschaft geht die Sorge nach Arbeitskräften um. Wie schaffen wir es, die notwendigen Stellen zu besetzen? Oftmals müssen die Unternehmen mangels Personals die Dienstleistungen einschränken.

Digitalisierung und Automatisierung können diesem Trend entgegenwirken. Die Gastronomie muss jedoch mittlerweile Öffnungszeiten einschränken. Der Hintergrund dafür ist erklärbar: Die „Babyboomer“ gehen in Pension. Und diese Generation ist in der demografischen Struktur eine der größten Gruppen. Daher ist die Arbeitslosenquote bekanntlich auf einem äußerst niedrigen Stand. Im Gegensatz dazu, verzeichnen wir einen Rekord an Erwerbstätigen. Die demografische Entwicklung wird das Problem jedoch verschärfen: Die Prognose geht zwar von einem Bevölkerungswachstum in Österreich aus – wobei hier von Zuwanderung ausgegangen wird.

Daher ist die Diskussion über die Verkürzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit von 40 auf 32 Stunden bei vollem Lohnausgleich nicht nachvollziehbar. Die dadurch gewonnene höhere Motivation der Erwerbstätigen kann das unmöglich kompensieren.

Wir müssen differenzieren. Wenn eine Arbeitskraft lieber weniger arbeiten möchte, dann ist das zu akzeptieren. Aber nicht bei vollem Lohnausgleich, das geht sich schlichtweg nicht aus.

LEISTUNG MUSS SICH LOHNEN
Arbeitnehmerinnen und -nehmer haben die freie Arbeitgeberwahl, das ist Teil des Wettbewerbs. Sie sollen selbst entscheiden, wie viel sie arbeiten. Wer leisten will, soll leisten dürfen. Wer seinen Wohlstand ausbauen möchte, soll das auch dürfen.

Dieser Artikel stammt aus dem Magazin Vorarlberger Wirtschaft Ausgabe #001.

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