© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg

PolicyLab Wirtschaft & Standort mit Staatssekretär Alexander Pröll: Vorarlberger Perspektiven im Bundeskanzleramt

Wie bleibt ein Wirtschaftsstandort im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig? Und welche Rolle spielt Politik dabei ganz konkret? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vorarlberger Studierende im Rahmen „PolicyLab – Wirtschaft & Standort“ des Wirtschaftsbundes im Dialog mit Staatssekretär Alexander Pröll, der Einblicke in aktuelle Herausforderungen und strategische Überlegungen zur Digitalisierung und Standortpolitik gab. Dabei wurde schnell klar: Digitalisierung ist kein reines Technologiethema, sondern eine zentrale wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aufgabe.

Digitalisierung als Standortfrage

Im Gespräch wurde deutlich, dass Österreich – und insbesondere auch die Bundesländer – vor einem Spannungsfeld stehen: Einerseits eröffnen digitale Technologien enorme Chancen für Innovation, Effizienz und neue Geschäftsmodelle. Andererseits wächst der internationale Wettbewerbsdruck, während Fachkräftemangel, regulatorische Komplexität und Investitionsbedarf gleichzeitig zunehmen. Staatssekretär Pröll betonte dabei die Bedeutung klarer politischer Rahmenbedingungen: von der Förderung digitaler Kompetenzen über den Ausbau der Infrastruktur bis hin zu innovationsfreundlichen Regulierungen. 

Ein Blick hinter die Kulissen der Macht

Neben dem inhaltlichen Austausch bot das PolicyLab auch einen besonderen Einblick in die historischen Räume des Bundeskanzleramts – jene Orte, an denen täglich politische Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Der Höhepunkt der Führung war zweifellos das Kreisky-Zimmer, das seit 2017 wieder als Büro des österreichischen Bundeskanzlers dient: ein Raum, der österreichische Zeitgeschichte atmet und zugleich eindrucksvoll vor Augen führt, wie sehr politische Führung den wirtschaftlichen Kurs eines Landes prägen kann.

Netzwerk, Perspektiven und Verantwortung

Das PolicyLab des Wirtschaftsbundes bindet Studierende und junge Absolvent:innen frühzeitig in (interessens)politische und wirtschaftliche Diskurse ein. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformationen braucht es neue Perspektiven, kritisches Denken und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Damit schafft der Wirtschaftsbund gezielt Räume für Dialog und stärkt das Verständnis für interessenspolitische Zusammenhänge. Denn Standortpolitik entsteht nicht nur auf dem Papier – sie lebt vom Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und engagierten Menschen, die bereit sind, Zukunft aktiv mitzugestalten.Die nächste Veranstaltung findet im Oktober in Wien mit Wirtschaftslandesrat Marco Tittler statt.

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