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Programmprozess: Freiheit zur Gestaltung

Der Österreichische Wirtschaftsbund thematisiert die standortpolitische Zukunft Österreichs.

Am 21. Mai fand in Wien eine Funktionärskonferenz zum Auftakt des wirtschaftspolitischen Programmprozesses statt. Neben Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer, Generalsekretär Kurt Egger, dessen Stellvertreterin Carmen Jeitler-Cincelli, gab es Impulse von Angelika Winzig und Barbara Thaler aus dem EU-Parlament, von Politikberater Thomas Hofer sowie einen Vortrag des CDU-Abgeordneten Jens Spahn, dem ehemaligen Gesundheitsminister Deutschlands.

„Wir brauchen einen Diskurs über das Verständnis von Wohlstand“

Christoph Thoma, Direktor Wirtschaftsbund Vorarlberg

Wahrheiten aussprechen und sachliche Debatten führen
Das muss die Devise für die Zukunft Österreichs im globalen Wettbewerb sein. Insbesondere gilt es, Österreich als innovativen und ambitionierten Standort weiterzuentwickeln. Dabei stehen Fragen von Nachhaltigkeit, Sicherheit, Lebensqualität, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit als zentrale Themenbereiche im Fokus, konkret:

  • Wie gehen wir mit den technologischen Entwicklungen um, welche Rolle spielt beispielsweise ‚Künstliche Intelligenz‘ im Kontext von Automatisierung?
  • Wie sichern wir die unternehmerische Freiheit zur Gestaltung?
  • Welche neue Regulatorik braucht das Unternehmer:innentum, um zukunfts- und leistungsorientiert agieren zu können?
  • Welche Antworten hat das Unternehmer:innentum auf einen neuen Familiensinn?
  • Welche Rolle spielt Mental Health, sprich psychische Gesundheit am Arbeitsplatz?
  • Wie reagieren wir auf neue Arbeitswelten, auch im Sinne einer Work-Life-Balance?
  • Wie stärken wir das Bildungssystem, auch um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken?
  • Brauchen wir in Österreich einen neuen Generationenvertrag, im Wissen, dass die Lebenserwartung steigt und Menschen im Alter auch weiter erwerbstätig sein wollen?

Ehrliche Ansagen sind gefragt
„Es braucht zudem ein Diskurs über das Verständnis von Wohlstand“, so Wirtschaftsbund-Direktor Christoph Thoma, der weiters Lösungen für die Unabhängigkeit von Rohstoffen am Weltmarkt anspricht, Cyber-Security als wesentlichen Standortfaktor benennt und die Bedeutung von Regionalität im Kontext des Konsums thematisiert.

Klimaschutz nicht auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit
Besonders Augenmerk wird der Wirtschaftsbund auf den Klimaschutz legen. „Klimaschutz funktioniert jedoch nur, wenn die Folgen für die Menschen und die Unternehmen mitbedacht, technologieoffene Diskurse geführt werden und beispielsweise der Europäische ‚Green Deal‘ nicht zum Bumerang für die Wettbewerbsfähigkeit wird, gerade mit Blick auf China“, ergänzt Wirtschaftskammer-Präsident Wilfried Hopfner, der gemeinsam mit Thoma in Wien an der standortpolitischen Zukunft Österreichs mitgearbeitet hat. „Freiheit ist wichtiger als je zuvor, wir dürfen Kontrolle und enge Korsette nicht zulassen, das beschneidet uns in unserer unternehmerischen Entwicklung“, schließt Thoma.

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