Wirtschaft und Kreativwirtschaft: Gemeinsam Zukunft gestalten

8. Apr.. 2026 | Allgemein

© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg

Wirtschaft und Kreativwirtschaft: Gemeinsam Zukunft gestalten

8. Apr.. 2026 | Allgemein

Ende März wurde in Lustenau sichtbar, was einen starken Standort ausmacht: Dort, wo Wirtschaft auf Kreativität trifft, entstehen neue Ideen, neue Perspektiven und oft auch neue Chancen. Genau dieses Zusammenspiel stand bei der Veranstaltung „5 Minuta im Fokus“ des Wirtschaftsbunds Lustenau im Mittelpunkt – diesmal im Atelier des Künstlers Alexander Waltner.

Ein Atelier ist bekanntlich ein Ort der Vorstellungskraft, des Ausdrucks und der Konzentration. Gleichzeitig ist es aber auch ein Arbeitsplatz, ein Raum der Produktion und ein Ort, an dem aus Ideen konkrete Werte entstehen. Genau darin liegt der spannende Ansatz einer lebendigen Kreativwirtschaft: Es braucht Menschen, die entwickeln, gestalten, verbessern und mit Mut neue Wege gehen.

Oft wird Wirtschaft noch zu eng gedacht – als Zahlen, Prozesse, Märkte und Kennzahlen. Doch erfolgreiche Unternehmen wissen längst: Innovation entsteht nicht nur in der Produktion oder im Vertrieb. Sie entsteht auch im Denken. Sie beginnt bei der Frage, wie wir auf Herausforderungen blicken, wie wir Probleme lösen und wie wir unsere Leistungen sichtbar machen. Genau hier kommt die Kreativwirtschaft ins Spiel.

Die Kreativwirtschaft ist weit mehr als ein kultureller Zusatz zum wirtschaftlichen Geschehen. Sie ist ein eigenständiger Motor für Wertschöpfung, Identität und Wettbewerbsfähigkeit. Künstlerinnen und Künstler, Designer, Kommunikationsprofis, Architekturbüros, Medienmacher oder kreative Gestalterinnen und Gestalter prägen, wie Produkte wahrgenommen werden, wie Marken entstehen und wie Orte ein Gesicht bekommen. Sie schaffen nicht nur Bilder oder Botschaften – sie schaffen Relevanz.

Das wurde auch in Lustenau spürbar. Die Veranstaltung bei Künstler Alexander Waltner hat gezeigt, dass zwischen klassischer Wirtschaft und kreativer Arbeit keine Trennlinie verlaufen muss. Im Gegenteil: Beide Seiten können voneinander lernen. Die Wirtschaft kann von der Kreativwirtschaft lernen, offener zu denken, mutiger zu gestalten und neue Perspektiven zuzulassen. Die Kreativwirtschaft wiederum braucht wirtschaftliche Strukturen, unternehmerisches Denken und starke Netzwerke, um ihre Leistungen nachhaltig wirksam zu machen.

„5 Minuta im Fokus“ im Atelier von Alexander Waltner hat auch deutlich gemacht: Kreativität ist kein Luxus in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Sie ist ein entscheidender Teil der Lösung. Denn wer zukunftsfähig bleiben will, braucht Ideen. Wer sich im Wettbewerb behaupten will, braucht ein klares Profil. Und wer als Standort überzeugen möchte, braucht Räume, in denen Austausch möglich ist und Neues entstehen darf.

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