Beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsvereins Großes Walsertal am vergangenen Samstag stand nicht nur der Blick nach vorne, sondern auch ein besonderer Rückblick im Mittelpunkt: Mit „Musik + Buggla“ erinnerte man an ein Sommerhighlight 2025, das weit über die Talgemeinden hinaus Begeisterung weckte. Die Handwerksausstellung zeigte eindrucksvoll, welche Qualität, Kreativität und Innovationskraft im heimischen Handwerk stecken – ein Beweis dafür, dass Tradition und modernes Unternehmertum im Großen Walsertal Hand in Hand gehen.
Der Wirtschaftsverein nutzte den Jahresauftakt, um auf die wirtschaftliche Bedeutung von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und kleinen und mittleren Betrieben (KMU) hinzuweisen. „Gerade im ländlichen Raum sind sie Rückgrat und Herzstück der regionalen Wertschöpfung. Sie schaffen Arbeitsplätze, sichern Lehrstellen und tragen zur Belebung der Dörfer bei“, so Landtagsvizepräsidentin und Wirtschaftssprecherin Monika Vonier. Gleichzeitig sehen sich diese Betriebe zunehmend mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und nachhaltiger Ressourcenverwendung konfrontiert. Der Verein versteht sich daher als zentrale Plattform, um diese Themen gemeinsam anzugehen.
Als Anlaufstelle bietet der Wirtschaftsverein Großes Walsertal Beratung und Unterstützung für Jungunternehmer und Gründungsinteressierte, fördert Kooperationen zwischen den örtlichen Betrieben und stärkt durch gemeinsames Marketing die regionale Sichtbarkeit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Vernetzung, um auch größere Aufträge gemeinschaftlich realisieren zu können. Nachhaltigkeit spielt dabei eine tragende Rolle – sowohl bei der Auswahl von Rohstoffen als auch bei der Gestaltung der eigenen Leistungen.
„Das Große Walsertal zeigt mit seinen kleinen und mittleren Betrieben und insbesondere mit seinem starken Handwerk, wie wirtschaftliche Zukunft im ländlichen Raum aussehen kann: regional verwurzelt, innovativ und eigenständig denkend“, schließt Bundesrat und Direktor Christoph Thoma. Der Wirtschaftsverein Großes Walsertal ist dabei weit mehr als ein Netzwerk – er ist Motor für Zusammenarbeit, Mut zur Selbstständigkeit und nachhaltige Wertschöpfung direkt vor Ort. Veranstaltungen wie „Musig + Buggla“ machen sichtbar, was Betriebe leisten, und schaffen Stolz auf das, was im Tal entsteht – das ist gelebte Standortpolitik im besten Sinn.



