Unternehmerinnen und Unternehmer stehen 2026 vor großen Aufgaben: Digitalisierung, IT-Sicherheit und ESG‑Pflichten verändern Geschäftsmodelle, Prozesse und Erwartungen – und eröffnen zugleich große Chancen für jene, die jetzt aktiv gestalten. Vor diesem Hintergrund diskutierten Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier, Bundesrat und Wirtschaftsbund-Direktor Christoph Thoma mit IT-Spezialist Horst Kasper, der zudem IT-Sprecher in Vorarlberg ist, wie Politik und Wirtschaft gemeinsam den Rahmen für eine zukunftsfitte Unternehmenslandschaft schaffen können.
Digitale Transformation ist keine Kür mehr, sondern betriebliche Grundvoraussetzung. Automatisierung und KI-gestützte Anwendungen eröffnen neue Möglichkeiten in Verwaltung, Produktion und Kundenservice, während digitalisierte, schlanke Prozesse Effizienz, Geschwindigkeit und Handlungsspielräume erhöhen. Zugleich wächst mit jeder digitalen Abhängigkeit das Risiko: Cyberangriffe, Datenverluste und Systemausfälle können Unternehmen jeder Größe empfindlich treffen.
Informationssicherheit muss daher integraler Bestandteil jeder Digitalisierungsstrategie sein. Dazu gehören aktuelle Systeme, durchgängige Backup-Konzepte, klar geregelte Zugriffsrechte sowie belastbare Notfall- und Wiederanlaufpläne. Entscheidend ist, dass Backups regelmäßig getestet werden und im Ernstfall klar ist, wer welche Aufgaben übernimmt; ebenso wichtig sind verbindliche Sicherheitsstandards und gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Viele Sicherheitsvorfälle entstehen weniger durch hochkomplexe Attacken als durch mangelnde Sensibilisierung, fehlende Prozesse oder veraltete Infrastrukturen. Unternehmen, die IT- und Informationssicherheit strukturiert und vorausschauend verankern, erhöhen ihre Resilienz, reduzieren Ausfallrisiken und stärken das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden.



