Standort stärken – Wohlstand schaffen

Impulse von Landesrat Marco Tittler.

Seit November 2019 ist Marco Tittler Wirtschaftslandesrat des Landes Vorarlberg. Mit den Landtagswahlen 2024 hat er zusätzlich das Tourismusressort übernommen – eine Kombination, die auf die enge Verflechtung von wirtschaftlicher Stärke und touristischer Attraktivität in Vorarlberg hinweist. Im Rahmen eines Impulses beim Mentoringprogramm 2025 in Dornbirn sprach Marco Tittler über zentrale wirtschaftspolitische Weichenstellungen des Landes.

Im Zentrum des aktuellen Regierungsprogramms steht das Leitthema „Standort stärken – Wohlstand schaffen“. Ein klarer Fokus auf die Zukunftsfähigkeit des Landes, wie Tittler eingangs betonte: Gerade in einer Phase globaler Unsicherheit und wirtschaftlicher Herausforderungen brauche es entschlossene Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit Vorarlbergs zu sichern und auszubauen.

Vorarlberg, geprägt von einer starken Industrie- und Bauwirtschaft sowie hohen Exportquoten, ist als offene Volkswirtschaft besonders sensibel gegenüber internationalen Konjunkturschwankungen. Umso wichtiger sei es, vorausschauende Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Wirtschaft gezielte Unterstützung bieten – insbesondere mit Blick auf den nächsten Aufschwung, wenn sich die globalen Märkte wieder stabilisieren.

Dabei gehe es nicht nur um kurzfristige Krisenbewältigung, sondern um eine klare strategische Ausrichtung: Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sollen weiter gestärkt werden. Gleichzeitig dürften soziale und ökologische Herausforderungen nicht außer Acht gelassen werden – beides sei kein Widerspruch, sondern Teil einer modernen, verantwortungsbewussten Wirtschaftspolitik.

Ein besonderes Augenmerk legte Tittler auf die Bedeutung von Produktivitätssteigerungen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre – etwa die in der 2022 veröffentlichten Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts zur Position Vorarlbergs im europäischen Wettbewerb – zeige, wie notwendig eine produktivitätsorientierte Wirtschaftspolitik sei. Investitionen in Innovation, strukturelle Anpassungen und Qualifizierung seien daher zentrale Hebel für nachhaltiges Wachstum.

Im Rahmen des Mentoringprogramms 2025 stehen in den kommenden Monaten noch weitere Highlights auf dem Programm: Dialogformate mit den Sozialpartnern, ein Besuch einer Landtagssitzung, ein kultur- und tourismuspolitischer Austausch mit den Bregenzer Festspielen sowie eine abschließende Exkursion ins Europäische Parlament nach Brüssel. Dort sind unter anderem Gespräche mit EU-Kommissar Magnus Brunner und Botschafter Thomas Oberreiter geplant – eine wertvolle Gelegenheit, europäische Perspektiven in die heimische Wirtschaft einzubringen.

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