Wirtschaftsbund: NoVA-Erhöhung ist ein Angriff auf heimische KMUs

4. Dez. 2020 | Allgemein

© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg

Wirtschaftsbund: NoVA-Erhöhung ist ein Angriff auf heimische KMUs

4. Dez. 2020 | Allgemein

Kessler: „Steuerpläne crashen wirtschaftliche Erholung nach der Krise. Ein Gesamtkonzept wäre wünschenswert“

„Die angekündigte NoVA-Erhöhung ist ein Schock für die ohnehin krisengebeutelte Wirtschaft. Nicht nur, dass Autos teurer werden, auch die bisherige Ausnahme der NoVA für heimische Betriebe wird gestrichen. Damit kommen auf die Betriebe zusätzlich erhebliche Kosten zu. Mit diesen Plänen wird die wirtschaftliche Erholung nach der Krise erheblich gecrasht“, so Wirtschaftsbund-Direktor Jürgen Kessler.

Geplant ist, dass ab Juli 2021 auch Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung bis 3,5 Tonnen (Pritschen-, Kastenwagen, etc.) von der NoVA erfasst sind. Von der Ausdehnung der NoVA auf Nutzfahrzeuge sind alle Branchen in Gewerbe und Handwerk betroffen, die Material und Werkzeug mitführen oder liefern müssen. Auch Tourismus und Freizeitbetriebe bleiben nicht verschont, da sie von Lieferwägen für Einkäufe oder den Personentransport abhängig sind.

„Handwerker, Maler, Bäcker, Gastronomen, Zulieferer; Es gibt kaum Betriebe, die nicht auf Betriebsfahrzeuge angewiesen sind. Für die betroffenen Betriebe kann es zu Mehrkosten von über 10.000 € pro Neuanschaffung kommen – eine massive Belastung für unsere Familienbetriebe“, so Kessler.

Ökologisierung ja, aber in einem Gesamtkonzept und wenn Alternativen vorhanden wären
„Wir stehen für eine Ökologisierung mit Hausverstand. Die NoVA auf Betriebsfahrzeuge zu erweitern, leistet aber keinen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Das Angebot für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ist in diesem Bereich kaum vorhanden. Die Betriebe können aktuell noch nicht auf E-Fahrzeuge umsteigen, deshalb werden sie die Kostenerhöhung auf die Kunden abwälzen müssen – mit Folgen für die Konjunktur. Dieser Plan ist einfach schlecht durchdacht und es fehlt ein Gesamtkonzept. Es bleibt die Hoffnung, dass die Bundesregierung noch einlenkt, damit nicht die heimischen Betriebe zur Kassa gebeten werden“, so Kessler abschließend.

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