Wirtschaftsbund fordert Aufwertung der „Wohnzimmer“-Tests

21. Feb. 2021 | Allgemein

© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg

Wirtschaftsbund fordert Aufwertung der „Wohnzimmer“-Tests

21. Feb. 2021 | Allgemein

Weitere Öffnungsschritte für Gastronomie, Hotels, Freizeitwirtschaft oder Kultur rasch ansagen.

„Es ist nun an der Zeit, konkrete Öffnungsschritte für die immer noch gesperrten Branchen zu kommunizieren“, fordert Wirtschaftsbund-Direktor Jürgen Kessler konkrete Öffnungspläne ein. Die Wirtschaft hat in den letzten Monaten alles Notwendige getan, keine Kosten und Mühen gescheut und mit umfassenden Sicherheits- und Präventionskonzepten ihre Hausaufgaben gemacht. Die aktuelle Infektionslage lässt es in Vorarlberg zu, früher wie in anderen Bundesländern über konkrete Öffnungsschritte zu sprechen und den Unternehmen Klarheit zu geben“, so Kessler. Eine aktuelle Umfrage des Market Instituts bestätigt unterdessen auch die Strategie, befürworten doch 81 % aller Befragten die Öffnung der Gastronomie mit Sicherheitsauflagen.Als Wirtschaftsbund setzen wir uns auch für eine Reaktivierung der Corona-Ampel für regionale Corona-Maßnahmen und die Anerkennung der „Wohnzimmer“-Tests als Eintrittstest für die Wirtschaft ein. Wirtschaftsbund-Direktor Jürgen Kessler: „Es war richtig die ersten Öffnungsschritte zu setzen. 68 % der Befragten befürworten die Wiedereröffnung des Handels und gesamt 69 % sprechen sich für weitere Öffnungen mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen aus.“

Der Vorarlberger Wirtschaftsbund fordert jetzt weitere Öffnungsschritte für die noch geschlossenen bzw. eingeschränkten Branchen wie Freizeit und Kultur, Gastronomie und Hotellerie. Die Infektionszahlen sind insbesondere in Vorarlberg stabiler als in anderen Regionen und von einem Kollaps des Gesundheitssystems mit aktuell 12 Intensivpatienten von gesamt 20 Menschen auf den Normalstationen sind wir aktuell „weit entfernt“, sagt Kessler.

Gastro- und Hotellerie hätten bereits 111 Tage geschlossen und stünden „ohne Umsätze“, aber „mit Fixkosten und mit der Ungewissheit, wann es wieder losgehen wird“ da, sagt Kessler. Umso wichtiger wären daher weitere Öffnungsschritte vor Ostern und eine weitere Ausweitung der Testmöglichkeiten. Mit verschärften Abstandsregeln, FFP2-Masken und stark ausgeweiteten Teststraßen habe man „Instrumente gegen das Virus in der Hand, die auch Wirkung zeigen“, ist Kessler überzeugt. 

Vorarlberg ist beim contact-tracing sehr gut unterwegs und wir müssen ja nicht immer darauf warten, was in anderen Bundesländern gerade nicht gut läuft!

WB-Vorarlberg Direktor Jürgen Kessler

Damit mit neuen Öffnungsschritten die Teststraßen nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, fordern wir auch die Anerkennung der „Wohnzimmer“-Tests als Eintrittstests für Wirtshaus-, Hotel- und Friseurbesuche. Diese sind ab 1. März gratis in den Apotheken erhältlich. Es wäre an der Zeit, auch diese Tests zu akzeptieren und Regeln zu definieren, die diese Testmöglichkeiten anerkennen. Die Reaktivierung der „fast vergessenen“ Corona-Ampel mit größerem Spielraum durch Testungen und Impfungen und das contact tracing, um Infizierte möglichst rasch zu identifizieren, seien ebenfalls wichtig. „Vorarlberg ist beim contact-tracing sehr gut unterwegs und wir müssen ja nicht immer darauf warten, was in anderen Bundesländern gerade nicht gut läuft“, sagt Kessler.

„Die Wirtschaft hat in den vergangenen Monaten enormes Verständnis für die Sperren und Schließungen aufgebracht. Jetzt braucht es aber klare Öffnungssignale. Wenn es möglich war, mit Testung und Sicherheitskonzept die Frisöre zu öffnen, ist es auch möglich, Gasthäuser oder Freizeiteinrichtungen für Familien mit Kindern zu öffnen, die in einem Haushalt wohnen. Viele Berufstätige und Pendler testen sich für den Weg zur Arbeit, Kinder werden regelmäßig in der Schule getestet. Die Grundlagen sind gelegt und die Infektionszahlen im Land lassen es zu“, so Kessler.

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