„Wir müssen nach vorne, auf eine Zeit nach der Pandemie blicken“

18. Okt. 2021 | Allgemein

© Foto: BMEIA/Gruber

„Wir müssen nach vorne, auf eine Zeit nach der Pandemie blicken“

18. Okt. 2021 | Allgemein

Der gebürtige Vorarlberger Michael Linhart ist neuer Außenminister der Republik Österreich. Die „Vorarlberger Wirtschaft“ bat ihn zum Gespräch.

Vom Spitzendiplomat an die Spitze des Aussenressorts – was kann man vom Bundesminister Linhart erwarten?
In meiner neuen Aufgabe werde ich mich von denWerten leiten lassen, die mich über mehr als drei Jahrzehnte im diplomatischen Dienst begleitet haben: VonDialog undVerbindlichkeit bei klarer inhaltlicher Position im Einsatz für Österreich. Als überzeugter Europäer hat dabei die enge Abstimmung mit unseren europäischen Partnern für mich oberste Priorität. Denn nur gemeinsam können wir globale Herausforderungen, wie die COVID-19-Pandemie, den Einsatz neuer Technologien oder den Klimawandel, bewältigen.

Österreich hat seine Rolle in der Welt immer als Vermittler angelegt. Kann man das auch in Zukunft erwarten?
Selbstverständlich. Österreich wirdauch in Zukunft seine langjährige Dialogtradition und Rolleals internationaler Brückenbauern fortsetzen. Daran wird kein Wechsel an der Ressortspitze etwas ändern. Und ich kann versichern, dass ich mich auf internationaler Bühne sowie in bilateralen Gesprächen dafür einsetzen werde, dass Konflikte nicht am Schlachtfeld, sondern friedlich am Verhandlungstisch gelöst werden.

Wie kann die Vorarlberger Wirtschaft von einem „Vorarlberger“ im Außenministerium profitieren?
Wir müssen nach vorne, auf eine Zeit nach der Pandemie blicken und gemeinsamals Rot-Weiß-Rotes TeamAustria an einem wirtschaftlichen Aufschwung arbeiten. Die vom Außenministerium Anfang September ins Leben gerufene Initiative ReFocus Austria ist dafür ein hervorragendes Instrument. Dafür machen wir an unseren mehr als 100 österreichischen Vertretungen im Ausland bisSommer2022 maßgeschneiderte Veranstaltungen zur Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich. Wir wollen die starke Marke „Made inAustria“weltweit noch besser positionieren. Natürlich spielt da das Know-how der Vorarlberger Wirtschaft eine große Rolle.

Danke für das Gespräch!

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