„Setze mich für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes ein“

18. Okt. 2021 | Allgemein

© Foto: Dragan Tadic

„Setze mich für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes ein“

18. Okt. 2021 | Allgemein

Der neue Bundeskanzler Alexander Schallenberg im Gespräch mit der „Vorarlberger Wirtschaft“.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, vorab herzliche Gratulation zur neuen Aufgabe. Welches Projekt im Regierungsprogramm gehen Sie als Erstes an?
Der wichtigste Schritt ist der Beschluss des Budgets und die Umsetzung der Steuerreform. Das bedeutet eine Entlastung in der Höhe von 18 Mrd. € für kleine und mittlere Einkommen. Wir leisten außerdem durch die CO2-Bepreisung einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus sind wir als Bundesregierung der Umsetzung des Regierungsprogramms verpflichtet und werden die begonnenen Reformprozesse im Bereich der Pflege sowie am Arbeitsmarkt mit aller Kraft vorantreiben. Ich werde mich – gemeinsam mit dem Vizekanzler und in Abstimmung mit allen Fachministern sowie dem Parlamentsklub dafür einsetzen, dass die Arbeit zügig und verlässlich weitergeht. Zudemwidmen wir unsselbstverständlich auch weiterhin dem Management der Pandemiebekämpfung.

Was kann die Vorarlberger Wirtschaft von Ihnen erwarten?
Vorarlberg zählt seit Jahren zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte, denn vergleichsweise selten finden sich so zahlreich international erfolgreiche Unternehmen. Zurückzuführen ist das vor allem auf die heimischen Leitbetriebe, welche häufig familiengeführt sind und sich durch ihre herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten und top ausgebildeten Fachkräften auszeichnen. Mit der Ökosozialen Steuerreform setzen wir als Bundesregierung einen wichtigen Schritt in Richtung Entlastung, die bei allen Bürgerinnen und Bürgern, bei der bundesweiten und vor allem regionalen Wirtschaft spürbar ankommt. Denn es sind vor allem das Unternehmertum und die Innovationskraft, die das Ländle und Österreich als Wirtschaftsstandort besonders unterstützen. Deshalb ist es mir und der gesamten Bundesregierung ein großes Anliegen, sich auch weiterhin für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes einzusetzen.

Vorarlberg erwirtschaftet 6 von 10 EUR durch den Export. Sie verfügen über viele Jahre Erfahrung in der EU- und Außenpolitik. Müssen wir Österreichs Rolle in der EU neu justieren?
Der Export ist dieHauptschlagader unseresWohlstands und sichert zudem 10.000e Arbeitsplätze. Bereits als Außenminister war es mir wichtig ÖsterreichsExportwirtschaft zu stärken. Daher habe ich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer das Projekt „ReFocus Austria“ gestartet und Österreichs Botschafter damit beauftragt die heimische Wirtschaft stärker zu bewerben.
Auch in meiner neuen Funktion als Bundeskanzler werde ich mich dafür einsetzen, dass Österreichs Rolle innerhalb der EU eine wichtige bleibt und wir weiter unseren Wirtschaftsstandort stärken, um unseren Wohlstand zu sichern und auszubauen. Klar ist außerdem, dass ich den europapolitischen Kurs von Sebastian Kurz fortsetzen werde, insbesondere was die Migrationspolitik sowie die Mitgestaltung der weiteren Integration der Union betrifft. Meine erste Auslandsreise als Bundeskanzler hat mich diese Woche ganz bewusst nach Brüssel geführt, um unter anderem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den Präsidenten des ER Charles Michel zu produktiven und intensiven Arbeitsgesprächen zu treffen.

Danke für das Gespräch!

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