ÖGK lässt die Dienstgeber nicht im Stich

26. Feb. 2021 | Allgemein

© Foto: Wirtschaftsbund Vorarlberg

ÖGK lässt die Dienstgeber nicht im Stich

26. Feb. 2021 | Allgemein

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) steht den Unternehmer/-innen seit Beginn der COVID-19-Pandemie unterstützend zur Seite.

Die Existenz von Unternehmen, die unverschuldet von Liquidiätsproblemen betroffen sind, soll coronabedingt nicht gefährdet werden.
Vor diesem Hintergrund wurde ein umfangreiches Unterstützungspaket, das Zahlungserleichterungen für Betroffene vorsieht, beschlossen. Die Maßnahmen sind in mehrere Phasen aufgeteilt. 

Phase I 

Für den Beitragszeitraum Februar bis April 2020 sind die Zahlungsrückstände verzugszinsenfrei gestundet. Das Zahlungsziel wurde bis 30. Juni 2021 verlängert. 

Für Beitragsrückstände von Mai bis Dezember 2020 erfolgen individuelle Zahlungsvereinbarungen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern. Zahlungsziel ist auch hier der 30. Juni 2021. 

Für die Monate Jänner und Februar 2021 sind Zahlungsvereinbarungen bis 30. Juni 2021 möglich. Voraussetzung dafür ist, dass die Zahlungsschwierigkeiten der Unternehmen zweifelsfrei auf die Pandemie zurückzuführen sind. 

Kann für die oben genannten Beitragszeiträume das Zahlungsziel 30. Juni 2021 nicht erreicht werden, sind Zahlungsvereinbarungen mit Zahlungsziel 30. September 2022 möglich. Voraussetzung dafür ist der Nachweis, dass die Probleme pandemiebedingt sind. Anträge sind ab Juli 2021 über WEBEKU möglich. Die Verzugszinsen betragen von 1. Juli 2021 bis 30.  September 2022 1,38 Prozent statt wie normal 3,38 Prozent.  

Für Beitragszeiträume ab Juni 2021 gelten wieder die regulären Zahlungsmodalitäten, die Beiträge sind unaufgefordert – wie üblich – bis zum 15. des Folgemonats an die ÖGK zu überweisen. 

Phase II 

In dieser Phase geht es darum, noch vorhandene Rückstände aus dem Zeitraum zwischen Februar 2020 und Mai 2021 zu begleichen. Dafür sind Zahlungsvereinbarungen bis maximal 30. Juni 2024 möglich. Voraussetzungen dafür sind, 

  • dass von 1. Juli 2021 bis 30. September 2022 40 Prozent des Rückstands bezahlt sind, 
  • es sich nur um Beiträge aufgrund einer Zahlungsvereinbarung bis 30. September 2022 handelt, 
  • laufende Beiträge und die monatlichen Raten immer pünktlich bezahlt wurden, 
  • der Rückstand nachweislich bezahlt werden kann und 
  • ein entsprechender Antrag bis 30. September 2022 gestellt wird. 

Die oben genannten Zahlungsvereinbarungen werden nur gewährt, wenn die Beiträge für die eine Unterstützung in Anspruch genommen wurde, laufend bezahlt werden bzw. wurden. Das heißt, für Kurzarbeitshilfen des AMS, Erstattungen der ÖGK für freigestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Risikopatientinnen bzw. -patienten) oder Vergütungen für Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer, die unter Quarantäne standen, sind Beiträge an die ÖGK zu entrichten. Stundungen sind nicht möglich. Die Beiträge sind bis zum 15. des zweitfolgenden Monats zu bezahlen (Beispiel: für eine Unterstützung im Februar ist die Zahlung bis 15. April zu leisten). 

Die genannten Maßnahmen sind Teil der gemeinsamen Anstrengungen von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie der ÖGK, die coronabedingten Außenstände sukzessive und in geordneter Weise abzubauen. Benötigen Sie Unterstützung oder haben Sie Fragen zu den Zahlungserleichterungen wenden Sie sich unter Tel. +43 5 0766-191253 oder per mail an beitragseinbringung@oegk.at an die Österreichische Gesundheitskasse.

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